Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Version: 29.06.2026 · Drucken / als PDF speichern
Kurz gesagt: Diese AGB regeln die Nutzung des Now2Wallet-Dienstes (Erstellung signierter Apple-Wallet- und Google-Wallet-Pässe für Ihre Tickets). Sie gelten zwischen Ihnen als Kunde und der Odenwald IT Service UG (haftungsbeschränkt). Das Angebot richtet sich vorrangig an Unternehmer; Verbrauchern steht zusätzlich ein Widerrufsrecht zu.

§ 1 Geltungsbereich, Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über die Nutzung des Online-Dienstes „Now2Wallet“ zwischen der

Odenwald IT Service UG (haftungsbeschränkt)
Schefflenzer Str. 3, 74743 Seckach, Deutschland
Geschäftsführerin: Christine Lehner
Amtsgericht Mannheim, HRB 752480 · USt-IdNr. DE400101287
E-Mail: info@now2wallet.com

(nachfolgend „Anbieter“, „wir“) und dem jeweiligen Kunden (nachfolgend „Kunde“, „Sie“).

(2) Das Angebot richtet sich vorrangig an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (Gewerbetreibende, Veranstalter, Shop-Betreiber). Schließt ein Verbraucher (§ 13 BGB) einen Vertrag, gelten die zusätzlichen Bestimmungen für Verbraucher (insbesondere das Widerrufsrecht).

(3) Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Now2Wallet ist ein Software-as-a-Service-Dienst, der aus den vom Shop des Kunden (insb. WooCommerce/FooEvents) übermittelten Ticketdaten signierte Apple-Wallet- und Google-Wallet-Pässe erstellt und als „Zur Wallet hinzufügen“-Links bereitstellt.

(2) Der Funktionsumfang, die monatlichen Pass-Kontingente und die Preise des jeweils gewählten Tarifs ergeben sich aus der Leistungs- und Preisübersicht auf now2wallet.com bzw. im Kundenkonto zum Zeitpunkt der Bestellung.

(3) Zur Nutzung stellt der Anbieter ein WordPress-Plugin sowie optional ein Ticket-Theme zum Download bereit. Die Anbindung erfolgt über einen kontobezogenen API-Schlüssel.

(4) Der Anbieter entwickelt den Dienst laufend weiter. Änderungen, die den vertraglich geschuldeten Leistungsumfang nicht wesentlich einschränken (z. B. Funktionserweiterungen, technische Anpassungen an Apple-/Google-Vorgaben), sind zulässig.

§ 3 Zustandekommen des Vertrags

(1) Die Darstellung der Tarife stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2) Mit dem Anklicken des Buttons „Zahlungspflichtig bestellen“ im Bestellvorgang gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Abonnements ab. Unmittelbar vor Abgabe der Bestellung werden die wesentlichen Merkmale des Tarifs, der Gesamtpreis sowie die Laufzeit- und Kündigungsbedingungen angezeigt.

(3) Der Vertrag kommt mit der Bestätigung des Abonnements durch den Anbieter zustande, spätestens mit der Aktivierung des Tarifs nach erfolgreicher Zahlungsfreigabe über den Zahlungsdienstleister.

(4) Der Vertragstext (diese AGB sowie die Bestelldaten) wird vom Anbieter gespeichert und dem Kunden per E-Mail sowie im Kundenkonto zugänglich gemacht.

§ 4 Kostenlose Testphase

(1) Der Anbieter kann eine kostenlose Testphase mit einem begrenzten Pass-Kontingent (derzeit 14 Tage / 100 Pässe) anbieten. Während der Testphase tragen ausgestellte Pässe den Hinweis „Powered by Now2Wallet“.

(2) Die Testphase geht nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt erst durch eine ausdrückliche Bestellung nach § 3 zustande.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Alle auf der Website und im Tarifüberblick genannten Preise verstehen sich als Nettopreise zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer. Der Gesamtpreis (brutto) wird vor Abgabe der Bestellung ausgewiesen.

(2) Die Abrechnung erfolgt im Voraus für den jeweils gewählten Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) über den Zahlungsdienstleister PayPal als wiederkehrende Zahlung (PayPal-Abonnement). Mit der Bestellung ermächtigt der Kunde PayPal, die fälligen Beträge einzuziehen.

(3) Bei jährlicher Zahlweise gilt der jeweils ausgewiesene Jahrespreis (derzeit mit einem Preisvorteil von zwei Monaten gegenüber der monatlichen Zahlweise).

(4) Kommt eine fällige Zahlung nicht zustande, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach erfolgloser Zahlungswiederholung vorübergehend zu sperren. Gesetzliche Verzugsregelungen bleiben unberührt.

(5) Rechnungen werden elektronisch erstellt und im Kundenkonto sowie per E-Mail bereitgestellt.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

(1) Das Abonnement läuft auf unbestimmte Zeit und kann vom Kunden jederzeit zum Ende des jeweils bezahlten Abrechnungszeitraums (Monat bzw. Jahr) gekündigt werden. Die Kündigung ist jederzeit im Kundenkonto möglich.

(2) Bei einer Kündigung bleibt der Zugang bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums aktiv; eine anteilige Rückerstattung bereits gezahlter Entgelte erfolgt nicht, soweit gesetzlich nicht anders vorgeschrieben.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei erheblichem Verstoß gegen § 8 vor.

§ 7 Verfügbarkeit und Kontingente

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, höhere Gewalt sowie Störungen bei Apple, Google oder dem Zahlungsdienstleister, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, sind von der Verfügbarkeit ausgenommen.

(2) Das im Tarif enthaltene monatliche Pass-Kontingent wird je Abrechnungsmonat bereitgestellt. Nicht genutzte Kontingente verfallen am Monatsende und werden nicht übertragen. Bei Überschreitung kann der Anbieter eine Sperre bis zum nächsten Abrechnungszeitraum oder einen Wechsel in einen höheren Tarif vorsehen.

§ 8 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten und API-Schlüssel geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Er ist für alle über sein Konto vorgenommenen Vorgänge verantwortlich.

(2) Der Kunde stellt sicher, dass er zur Verarbeitung der von ihm übermittelten Ticket- und Teilnehmerdaten berechtigt ist und die datenschutzrechtlichen Vorgaben (siehe Datenschutz und AVV) einhält.

(3) Der Kunde nutzt den Dienst nicht missbräuchlich, insbesondere nicht zur Erstellung rechtswidriger Inhalte oder zur Umgehung der Kontingente.

§ 9 Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung des Dienstes sowie des bereitgestellten Plugins und Themes für den eigenen Geschäftsbetrieb ein.

(2) Eine Weitergabe, Unterlizenzierung oder Bereitstellung an Dritte außerhalb des eigenen Geschäftsbetriebs ist ohne Zustimmung des Anbieters nicht gestattet.

§ 10 Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung. Unternehmern steht ein Widerrufsrecht nicht zu.

§ 11 Gewährleistung und Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(3) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

(4) Der Anbieter haftet nicht für Störungen oder Datenänderungen, die im Verantwortungsbereich von Apple, Google, dem Zahlungsdienstleister oder dem Kunden liegen.

§ 12 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten von Ticketinhabern verarbeitet, gilt ergänzend der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO.

§ 13 Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, sofern dies aus triftigem Grund (z. B. gesetzliche Änderungen, Anpassung an neue Funktionen) erforderlich ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Andernfalls steht beiden Parteien ein Sonderkündigungsrecht zu.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem ein Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.

(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.